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ayerns Tourismus bleibt auf Erfolgskurs: 41 Millionen Gäste und 102,9 Millionen Übernachtungen markieren 2025 das zweite Rekordjahr in Folge. Doch hinter den starken Zahlen stehen Menschen – und eine Branche, die weiter Entlastung und Reformen braucht.

Bayerns Tourismus blickt auf ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit knapp 41 Millionen Gästeankünften (+0,9 Prozent) und rund 102,9 Millionen Übernachtungen (+0,2 Prozent) erreicht der Freistaat erneut Höchstwerte – und das trotz konjunktureller Unsicherheiten und spürbarer Konsumzurückhaltung. Tourismusministerin Michaela Kaniber spricht von einem „zweiten Rekordjahr in Folge“. Besonders bemerkenswert: Das Wachstum entstand 2025 ohne die großen Sondereffekte des Vorjahres.
„Die Menschen wollen verreisen – und Bayern steht bei vielen ganz oben auf der Urlaubsliste“, so die Ministerin.
Urlaub im eigenen Land boome, Bayern profitiere mit seiner Vielfalt, seiner Authentizität und einer Gastfreundschaft, „die von Herzen kommt“. Getragen wurde die positive Entwicklung vor allem vom Binnentourismus. Noch nie zuvor kamen so viele Gäste aus Deutschland nach Bayern. International zeigte sich ein gemischtes Bild: Während Europa sowie Nord- und Südamerika leicht rückläufig waren, legte insbesondere China deutlich zu (+10,7 Prozent). Fortschritte bei Visa-Verfahren zeigen hier Wirkung.
DEHOGA-Präsidentin Angela Inselkammer würdigte die Leistung der Branche: „Ich bin stolz auf unsere Branche. Denn hinter dem
Rekord steckt eine großartige Leistung von Menschen, die mit Leidenschaft und Freude am Beruf solche Ergebnisse ermöglichen.“
Gleichzeitig machte sie deutlich, dass starke Gästezahlen nicht automatisch wirtschaftliche Entspannung bedeuten. Kostensteigerungen, Personalmangel und Bürokratie belasten viele Betriebe weiterhin. Die dauerhaft gesenkte Mehrwertsteuer sei ein wichtiges Signal. Doch: „Wir brauchen die Wochenarbeitszeit als gerechtes Pendant zum Homeoffice.“ Und weiter: „Und vor allem müssen wir endlich den Mut aufbringen, unsere bürokratischen Fesseln loszuwerden.“
Die Gastgeberbranche mit rund 450.000 Beschäftigten und 11.000 Auszubildenden sei ein zentraler Wirtschaftsfaktor. „Wir werden alles daransetzen, junge Menschen, die in unserer Branche gut ausgebildet sind zu befähigen, sich erfolgreich selbstständig zu machen“, so Inselkammer. Ziel bleibe ein flächendeckendes Netz lebendiger Wirtshäuser in ganz Bayern.
Mit der Initiative „Bayern.Vision.Tourismus“ will das Ministerium nun gemeinsam mit der Branche die nächsten Schritte gehen. „Wir dürfen nicht nachlassen, den Tourismus in den Kommunen zu unterstützen“, betonte Inselkammer. Besonders große Chancen sieht sie in der engeren Verzahnung von Landwirtschaft und Tourismus: „Unsere visionäre Ministerin wird mit den Vertretern der Landwirtschaft und des Tourismus eine Strategie erarbeiten, die zum Ziel hat, die Wertschöpfung in beiden Branchen stattlich zu verbessern, indem sie beide noch enger
verknüpft.“
Starke Zahlen also – und der klare Auftrag, Rahmenbedingungen weiter zu verbessern. Denn Rekorde entstehen nicht von selbst. Sie sind das Ergebnis von Leistung, Leidenschaft und politischer Weichenstellung.
