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Den Wirtshäusern auf dem Land eine Zukunft bieten

Die 007-Formel, um Vertrauen aufzubauen
6. Juni 2019
Gastgeber Bayern – Ausgabe 02/2019
6. Juni 2019

Ein Tisch, der Menschen zusammenbringt, Geschichten erzählt, Erfahrungen teilt, Gesellschaft verspricht und für Begegnungen sorgt: MischTisch ist nicht nur der Titel einer neuen Kampagne des DEHOGA Bayern, sondern vielmehr ein Ort an dem sich jeder stets willkommen fühlen darf – egal ob jung oder alt, heimisch oder zugezogen, spontan oder bedacht.

 
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n vielen Regionen und Gasthäusern ist und war das Zusammensetzen an großen Tischen üblich: vom Stammtisch über den Gastgebertisch bis zur langen Bank auf dem Volksfest – das Konzept ist bekannt. Der Mischtisch greift den Kern der Idee auf: Er bringt Leute, die sich austauschen wollen, zusammen an einen Tisch. Jedoch ohne Verpflichtung, ohne eingeschworene Truppe oder bestimmte Gesinnung: einfach nur zu einem gemeinsamen Essen, einem ungezwungenen Gespräch oder einer Runde Wein in offener Gesellschaft.

Die bayernweite Kampagne um den Mischtisch unterstützt Restaurants, Cafés und Bars dabei, einen Gemeinschaftstisch unter einem einheitlichen Label anzubieten. Dem Wirt bringt dies neben glücklichen Gästen, die das Lokal mit einer guten Erfahrung verlassen und wiederkommen, natürlich auch handfeste gastronomische Vorteile:

 
 
 

 

Dieser Standard ist nicht selbstverständlich, wir wollen ihn weiter sehr hoch halten. Ich freue mich daher, dass die Federführung für die Tourismuspolitik in meinem Haus liegt, und wir mit unserer Arbeit einen ganz wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen und zukunftsfähigen Gestaltung der Branche leisten können. Mit dieser Aufgabe ist eine eigens gegründete Abteilung in meinem Haus betraut. Mit maßgeschneiderten Förderprogrammen will der Freistaat Bayern den Tourismus in Bayern noch weiter voranbringen, beispielhaft nenne ich hier die „Digitalisierungsoffensive im Tourismusmarketing“, die Gründung des Bayerischen Zentrums für Tourismus oder die DEHOGA-Bayern-Initiative „Zukunft für das bayerische Gastgewerbe“.

Der Bayern-Tourismus steht für Weltoffenheit, Gastfreundschaft und hohe Servicebereitschaft seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei ist das Gastgewerbe Herzstück und auch wesentlicher Motor der bayerischen Tourismusbranche mit mehr als 42.000 Betrieben und fast 18 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. Unsere Gastwirtinnen und -wirte beschäftigen rund 450.000 Mitarbeiter, der Sektor ist damit bedeutender Arbeitgeber und Leistungsträger. Vor allem in ländlichen Regionen gibt das Gastgewerbe Menschen attraktive Arbeit und ist wesentlicher Baustein funktionsfähiger touristischer Strukturen. Zudem tragen Gasthöfe mit regelmäßigen Stammtischen, Veranstaltungen und Gesprächsrunden ganz erheblich zur Förderung der Gemeinschaft bei und sind ein wichtiger Treffpunkt jeden Dorfes.

Leider haben immer mehr Wirtinnen und Wirte mit existenziellen Sorgen zu kämpfen und stehen oftmals vor der Entscheidung, ob sie sich notwendige Investitionen in ihren Betrieb noch leisten können. Hier setzt ein weiteres, neues Förderprogramm, das Gaststättenmodernisierungsprogramm, an, dem der Landtag jetzt zugestimmt hat: es stärkt die Finanzkraft der Gaststätten, indem es Modernisierungsmaßnahmen unterstützt. Besonders im ländlichen Raum können wir so dem Wirtshaussterben entgegenwirken. Das Programm hilft, die bayerische Wirtshauskultur möglichst flächendeckend zu erhalten und zahlreichen Familien ihre Existenz zu sichern.

Das Gaststättenmodernisierungsprogramm liegt mir sehr am Herzen, denn ich sehe darin eine Chance, bayerische Gastwirte wirklich zu fördern und ihnen eine attraktive Zukunft in einem sehr spannenden Berufsfeld zu bieten! Unsere Gastwirtinnen und Gastwirte sind Träger der bayerischen Wirtshauskultur, die einzigartig ist für Bayerns Gastfreundschaft, Geselligkeit sowie Offenheit ist und die unser Bayern ganz besonders bereichert.

Hubert Aiwanger
Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie