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25. Juni 2026Ausbildung mit Haltung
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eim Ausbildungsbotschafter-Tag in Nürnberg hat die Branche gezeigt, wie sie junge Talente gewinnt – mit Haltung, Perspektiven und einer klaren Botschaft von DEHOGA Bayern Präsidentin Angela Inselkammer.

(c) Hendrik Steffens
Die Botschaft ist klar: Ausbildung im Gastgewerbe kann mehr als nur Fachwissen vermitteln. Sie schafft Perspektiven – und sie funktioniert. Beim Ausbildungsbotschafter-Tag des DEHOGA Bayern in Nürnberg wurde genau das sichtbar: engagierte junge Menschen, Betriebe mit Anspruch und eine Branche, die selbstbewusst nach vorne schaut.
Im Mittelpunkt standen die Menschen. 27 neue Ausbildungsbotschafter wurden ernannt, dazu 13 TOP-Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet. Damit engagieren sich inzwischen insgesamt 195 Ausbildungsbotschafter und 104 TOP-Aus bildungsbetriebe für die Zukunft der Branche. Ein starkes Signal. Denn wer heute ausbildet, gestaltet aktiv die Zukunft der Branche. Und die braucht Nachwuchs – dringend und gut begleitet. Inselkammer bringt es auf den Punkt: „Ausbildung im Gastgewerbe ist längst mehr als Fachvermittlung. Sie ist Beziehungsarbeit. Sie ist Integrationsarbeit.“ Sätze, die hängen bleiben. Denn genau darum geht es: junge Menschen ernst nehmen, ihnen Chancen geben – und sich entwickeln lassen.
Aktuell absolvieren 11.242 junge Menschen eine Ausbildung im Gastgewerbe – ein Zuwachs von 4,52 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders erfreulich: Die stärksten Zuwächse verzeichnen die zweijährigen Ausbildungsberufe Fachkraft Küche und Fachkraft Gastronomie. Den Beruf Koch beziehungsweise Köchin erlernen derzeit 3.434 junge Menschen, weitere 3.376 werden zu Hotelfachleuten ausgebildet – starke Berufe mit Zukunft und vielfältigen Karrierechancen. Besonders dynamisch entwickelt sich der Beruf Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie: Hier liegt der Anstieg bei +11,80 Prozent, aktuell befinden sich 1.639 junge Menschen in Ausbildung.
Für viele ist es der Einstieg in ein neues Leben. „Viele dieser jungen Menschen entwickeln Ideen, übernehmen Verantwortung und werden später selbst Unternehmer“, sagte die Präsidentin des DEHOGA Bayern. Das klingt nicht nach klassischer Lehre. Das klingt nach Aufstieg. Die Branche kann das mit gutem Gewissen sagen. „Wir machen Menschen glücklich. Unsere Arbeit bringt Menschen zusammen, schafft Begegnungen und Lebensfreude“, so Inselkammer weiter.
Eine einfache Wahrheit – und gleichzeitig ein starkes Argument im Wettbewerb um Talente. Seite 7 Dass das funktioniert, zeigen die Zahlen. In Mittelfranken erreichen die Ausbildungszahlen ein Allzeithoch. Gleichzeitig wird klar: Ohne internationale Fachkräfte geht es nicht mehr. Programme wie „Talent Gateway“ holen gezielt junge Menschen aus dem Ausland nach Bayern. Integration wird damit zur täglichen Praxis – nicht zum Schlagwort. Und auch strukturell bewegt sich etwas.
Flexible Arbeitszeiten, neue Ausbildungsformate, Initiativen wie die „Akademie Junger Gastronomen“ oder moderne Tools wie die OneDEHOGA-App zeigen: Die Branche arbeitet aktiv an besseren Bedingungen. Am Ende bleibt ein Eindruck: Hier passiert etwas. Nicht laut, aber konsequent. Ausbildung wird neu gedacht – als Einstieg, als Chance, als gemeinsames Projekt. Oder, wie Inselkammer es formuliert: „Erfolgreiche Ausbildung beginnt mit Menschen, die junge Talente ernst nehmen.“
