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Frag doch den Knigge: Kann ich Ihnen helfen?

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Geboren mit einem Namen, der so bekannt ist wie Persil, spricht Moritz Freiherr Knigge seit mehr als 15 Jahren über das Nützliche im Richtigen. Sein Name steht für Erfolg mit Menschen in Wirtschaft und Gesellschaft. Seine Vorträge und Bücher zeigen, wie wir uns und anderen das Leben leichter machen. Im Gespräch mit „Gastgeber Bayern“ erklärt Knigge diesmal, wie sich Messegäste verhalten sollten.

 
K

ann ich Ihnen helfen?

Die HOGA wirft ihre Schatten voraus. Vom 13. bis 15. Januar 2019 treffen sich Fachleute aus Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung in Nürnberg. Die Gastgebermesse lädt ein und freut sich auf ihre Gäste. „Sei aufmerksam und richte Dich nach den Sitten des Hauses“, schrieb Adolph Freiherr Knigge in seinem berühmtesten Buch „Über den Umgang mit Menschen“. Auch gute Messe-Gäste sollten ihre Aufmerksamkeit auf die Sitten des Messe-Standes richten. Sieben Verhaltensempfehlungen für Messe-Gäste.

 
 
 

 

1. Zeig dich:

Gehe auf die Bühne, die die HOGA ihren Gästen bietet. Auch Gastgeber freuen sich riesig über Gäste, die mit Herz und Verstand auf Gastgeber zugehen, sich unterhalten können, kluge Fragen stellen, nach Problemlösungen suchen und mit Freude Kunden werden.

2. Trau dich:

Die HOGA ist zum Schauen, Sprechen, Riechen, Schmecken, Probieren und Zuhören da. Nutze die Gelegenheit. Ob Liquid Area, Street Food, Rösterei, digitale Zukunft oder bayerische Spezialitäten. Neugierde lohnt sich. Also immer ran an die Stände.

3. Kleide dich angemessen:

Der erste Eindruck zählt. Immer und überall. Auch auf Messen, wenn sich Gastgeber und Gäste begegnen. Ein gepflegtes Äußeres, frischer Atem und geputzte Schuhe helfen auch hier ohne sich rausputzen zu müssen.

Spiele das Ich-Mensch-Du-Mensch-Spiel:

Lächle, grüße, bitte, danke, sag sorry, wenn nötig und Schwamm drüber, wenn möglich. Mache Small-Talk aber auch Butter bei die Fische.

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5. Mach Geschäft:

Denn Messe ist nicht nur Austausch von Nettigkeiten oder „Familientreffen“ der Branche, sondern immer auch gutes Business.

6. Warte bis dir angeboten wird:

Auch auf der HOGA gilt die gute alte Regel: Warte mit Trinken und Essen bis der Gastgeber etwas anbietet. Selbstbedienung beginnt, wenn die Gastgeber sagen: Bitte fangen Sie doch an! Lassen Sie es sich schmecken! Also: Finger aus Gummibärchenschale bevor Du nicht mit dem Ich-Mensch-Du-Mensch-Spiel begonnen hast.

7. Wundere dich nicht:

Einer meiner Lieblingsätze in dem wunderbaren Buch „Manieren“ von Asfa-Wossen Asserate steht auf der ersten Seite und hat nur zwei Worte. Und gilt nicht nur für Messegäste. Unter der Überschrift: Was ich hässlich finde, steht dort: SICH WUNDERN. Wer sich wundert, der runzelt die Stirn und zieht die Augenbrauen hoch. Wer mit den Augen rollt, steht sich selbst im Weg, obwohl er sich doch nach den Sitten des Hauses richten wollte.

Moritz Freiherr Knigge gibt bei „Gastgeber Bayern“ Antworten für Gastgeber. Haben auch Sie eine Frage? Dann schreiben Sie an f.john@gastgeber.bayern.