
Mehr als nur Beilage
6. August 2026
Mehr als nur Beilage
6. August 2026Praktische Tipps für Gastgeber.
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iele Betriebe sind gut ausgelastet – und stehen dennoch wirtschaftlich unter Druck. Hier kommt die HOGA-Beratung ins Spiel: Geschäftsführerin Annke Horn erklärt, wie Gastgeber Kennzahlen besser verstehen und ihren Betrieb gezielt weiterentwickeln können.

Die Tische sind voll, die Zimmer gut gebucht – und trotzdem ist die Kasse leer? Einen Betrieb zu wirtschaftlichem Erfolg zu führen, ist hochkomplex. Lage, Zielgruppe, Ausstattung, Fixkosten sind nur einige Themen, die es zu berücksichtigen gilt. Die HOGA bietet Rat und Hilfe bei Planung und Kalkulation. Ihr Name hat Gewicht: Schon manche Bank genehmigte Kredite erst nach einem Blick auf das HOGA-Gutachten. Denn die sachlichen Analysen von Kennzahlen und Prozessen, Perspektiven und Chancen geben Sicherheit, sowohl dem Bankberater als auch dem Gastgeber. Annke Horn ist Geschäftsführerin der HOGA und weiß, wo bei Unternehmen der Schuh drückt. Wöchentlich besucht sie mehrere Betriebe und hat für jede Herausforderung den passenden Experten.
Frau Horn, wann suchen Betriebe Hilfe bei der HOGA? Erst dann, wenn es akute Probleme gibt?
Horn: „Das ist ganz unterschiedlich. Manche melden sich tatsächlich erst, wenn sie in einer Krise stecken. Andere wollen bereits frühzeitig ihren Betrieb optimieren. Wir klären gleich zu Beginn Wünsche und Erwartungen. Es gibt solche, die nur eine theoretische Analyse bestimmter Kennzahlen benötigen. Andere wollen auch eine praktische Begleitung bei der Umsetzung. Wir sind in jedem Fall zur Stelle.“
Nach einer Analyse der Ist-Kennzahlen besucht das Team der HOGA die Betriebe vor Ort. Die Experten nehmen sich ausreichend Zeit, den Betrieb kennenzulernen, um die Situation korrekt einschätzen zu können. Wie ist die Lage und Positionierung? Wie sind Räume, Zimmer, Küche
ausgestattet? Wie ist das Team aufgestellt? All das hat Einfluss auf die Optimierung von Prozessen. So lassen sich Herausforderungen erkennen und meistern.
Horn: „Basierend auf unseren Analysen und dem Vor-Ort-Termin besprechen wir dann praktische Handlungsempfehlungen. Etwa bei der Optimierung von Preiskalkulation und Wareneinsatz. Dabei bewerten wir gemeinsam mit dem Wirt anhand von sogenannten „Renner-Penner-Analysen“: die Speisekarte. Was läuft gut und kann anders bepreist oder beworben werden? Was läuft schlecht und kann man streichen? Welche Rezepturen und Mengen sind für jedes Gericht vorgesehen, also wie sieht der Wareneinsatz aus?
Egal ob großflächige Analysen oder kleinteilige Handlungsempfehlungen: Die HOGA richtet sich mit ihrem Angebot ganz nach den Bedürfnissen der Gastgeber. Dabei wird die theoretische Beratung oft vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) finanziell
gefördert. „Wir kümmern uns um alle betriebswirtschaftlichen und konzeptionellen Themen. Aus Haftungsgründen beraten wir jedoch nicht im Bereich Recht und Steuern. Hier können wir auf unsere Branchenpartner verweisen.
Wo wird besonders häufig um Unterstützung gebeten?
Horn: „Im Bereich der Betriebsübergabe. Ebenso relevant sind die Themen Revenue Management, also die Preisgestaltung von Zimmern, und Digitalisierung. Das wird sicher auch in den kommenden Jahren so bleiben. Für die Unternehmensnachfolge haben wir eine eigene Checkliste entwickelt, damit Betriebe leichter in das Thema einsteigen können. Manche Unternehmen wollen sich konzeptionell neu ausrichten, zum Beispiel durch einen stärkeren Fokus auf die Familie als Zielgruppe. Auch hierbei unterstützen wir.“
Viele Betriebe möchten sich zukunftsorientiert aufstellen und müssen dazu hohe Investitionen in Kauf nehmen. Die HOGA bietet einen kühlen Blick von außen: In so genannten „Machbarkeitsstudien“ wird genau analysiert, ab wann sich eine Investition rechnet. „Gerade dieser Blick von außen ist für viele Unternehmen ein ganz wichtiges Feedback. Wir haben viel Einblick und Erfahrung in der Branche und können genau damit gezielt beratend unterstützen.“
Ihr abschließender Rat für Gastgeber: Warum lohnt es sich, frühzeitig Unterstützung durch die HOGA anzunehmen?
Horn: „Viele Gastgeber leisten Großartiges im Tagesgeschäft – aber genau das lässt oft zu wenig Zeit für den Blick auf die wirtschaftlichen Zusammenhänge. Wer frühzeitig Unterstützung nutzt, gewinnt Klarheit: Was trägt wirklich, was kostet unnötig, und wo liegt ungenutztes Potenzial? Wir bringen Struktur in Kennzahlen, Abläufe und Kosten, zeigen umsetzbare Maßnahmen und begleiten bei Bedarf auch in der Umsetzung. Frühzeitige Unterstützung anzunehmen lohnt sich, weil es dann um Gestalten statt Reagieren geht und größere Handlungsspielräume ermöglicht.“
ÜBER DIE HOGA
Die HOGA Hotel- und Gaststätten-Beratungsgesellschaft mbH ist eine neutrale und wirtschaftlich selbständige Beratungsinstitution für das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie für artverwandte Betriebe. Sie ist ein Tochterunternehmen des DEHOGA Bayern und verfügt über einen Stab von langjährig erfahrenen Beratern, die über eine praktische Ausbildung in Hotellerie und Gastronomie sowie branchenbezogenes Betriebswirtschaftsstudium verfügen. Die HOGA verfügt damit über ein Know-how aus mehr als 55 Jahren Beratungs- und Sachverständigentätigkeit sowie ca. 19.500 untersuchten und beratenen Betrieben der unterschiedlichsten Größenordnung und Kategorie rund um das Gastgewerbe. Sie hilft Betrieben dabei, ihre wirtschaftliche Lage zu prüfen und zu verbessern – zum Beispiel bei Standortfragen, Umsatz, Personalkosten, Investitionen, Finanzierung, Liquidität oder Nachfolge. Dazu gehören auf Wunsch auch Wirtschaftlichkeitsberechnungen, begleitendes Controlling und Digitalisierungsberatung. Nach einem kostenlosen Erstgespräch folgen Vor-Ort-Termin, Analyse, und Handlungsempfehlungen. Unter bestimmten Voraussetzungen wird die Beratung öffentlich gefördert.



